Denkmalschutzabschreibung

denkmal

Das Malteserstift St. Simon in Bocholt wird in einem denkmalgeschützten Objekt realisiert, sodass für Investoren besondere Abschreibungsmöglichkeiten im Rahmen der
Einkommenssteuer bestehen. Gem. §7 i EStG können demnach die auf das (Teil-)Eigentum entfallenden begünstigungsfähigen Erwerbskosten innerhalb von 12 Jahren zu 100 % (je 9 % Jahr 1–8 sowie je 7 % Jahr 9–12) als Werbungskosten bei den Einkünften aus der Vermietung angesetzt werden. Begünstigungsfähig sind dabei diejenigen (anteiligen) Erwerbskosten, die nach Abschluss des Kaufvertrages auf Kosten für Baumaßnahmen entfallen, die denjenigen entsprechen, die nach Art und Umfang zum Erhalt des Denkmals bzw. seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind. Die Baumaßnahmen müssen dabei in Abstimmung mit der zuständigen Behörde erfolgen. Beim Malteserstift St. Simon in Bocholt gehen wir davon aus, dass dies für ca. 80 % der jeweiligen
Erwerbskosten zutrifft.

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Zusätzlich können die darüber hinausgehenden Erwerbskosten nach § 7 EStG linear mit 2,0 % bzw. 2,5 % abgeschrieben werden sowie zusätzliche Werbungskosten, z. B. Fremdkapitalzinsen etc., bei der Ermittlung der Vermietungseinkünfte angesetzt werden. Für alle Eigentümer gemeinsam unternimmt der Verkäufer alle erforderlichen Schritte zur Erlangung der gem. § 7 i EStG notwendigen Bescheinigung durch die Landesdenkmalbehörde.

Die Finanzverwaltung ist grundsätzlich an die Feststellung der Denkmalschutzbehörde gebunden. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass die Finanzverwaltung die tatsächliche Aufteilung der Baukosten (Erwerbskosten) gem. der o. g. Betrachtung im Rahmen einer Betriebsprüfung prüft. Insoweit können sich zu der hier bzw. im Kaufvertrag genannten Aufteilung Abweichungen ergeben.

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Wir empfehlen jedem Erwerber, die individuellen steuerlichen Ergebnisse durch einen Steuerberater feststellen zu lassen; eine Haftung des Verkäufers – wie auch des Vermittlers – für steuerliche Folgen ist ausgeschlossen. Grundsätzlich ist dabei zu beachten, dass im Gegensatz zu einer betrieblich erworbenen Immobilie, bei der die Veräußerung stets steuerpflichtig ist, bei einer Immobilie im Privatbesitz die Veräußerung nach Ablauf einer Haltedauer von mindestens 10 Jahren üblicherweise steuerfrei ist. Vor Ablauf dieser Frist kann ein einkommensteuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft vorliegen.

Wir weisen darauf hin, dass trotz sorgfältigster Berechnung und Beachtung des steuerlichen und rechtlichen Rahmens eine zukünftig evtl. nachteilige Änderung der Steuergesetze nicht ausgeschlossen werden kann.