Auszug aus der Baubeschreibung

Allgemein

Die Spinnerei Hammersen wurde 1898 erbaut und 1905 durch einen Anbau erweitert. Das Gebäude ist denkmalgeschützt. Drei Lichthöfe werten das Gebäude auf.

Mauerarbeiten

Die Außenmauern bleiben weitestgehend erhalten. Die Innenwände werden aus GK-Ständerwerk erstellt. Die Wände in untergeordneten Räumen – soweit nicht ausgebaut – werden, sofern sie nicht verputzt werden, mit Fugenglattstrich ausgeführt. Vorhandene Wände in nicht ausgebauten Nebenräumen verbleiben steinsichtig.

Fassade

Die Bestandsfassade bleibt aus Gesichtspunkten des Denkmalschutzes erhalten. Sie wird, sofern erforderlich, gereinigt, Risse und Fehlstellen werden ausgebessert und ergänzt. Die Lichthöfe erhalten eine Putzfassade in Weiß oder hell getönt.

Dachdeckungs-, Dachabdichtungs- und Klempnerarbeiten

Der gesamte Flachdachbereich wird neu abgedichtet. Zur Ausführung gelangt ein Warmdach gemäß Dachdeckerrichtlinien. Die Entwässerung erfolgt über Zinkfallrohre an der Außenfassade.

Außentüren und Fenster

Die Fenster im Bestandsmauerwerk werden entsprechend Wärmeschutznachweis und Schallschutzklasse 2 ausgeführt. Die Kunststoff bzw. Aluminiumaußentüren haben eine Verbundsicherheitsverglasung. Die Außentüren im Bereich der Fluchttreppenhäuser bzw. Notausgänge werden mit entsprechenden Flucht- und Panikvorrichtungen ausgerüstet.

Fliesen- und Plattierungsarbeiten

Die keramischen Fliesen und Platten der Boden- und Wandbeläge werden in Größe und Farbe entsprechend dem Planungskonzept festgelegt. Bei Räumen ohne Wandfliesen, jedoch mit Bodenfliesen, werden entsprechende Sockelfliesen an der Wand angebracht. Die Badezimmer in den Pflegezimmern, Appartements und Wohnungen sowie Dusch-, Wasch- und WC-Anlagen der Allgemein- und Personalbereiche und Pflegebäder werden nicht komplett – je nach Nassbereich teilweise nur 2- oder 3-seitig – türhoch gefliest.

Innentüren/Zargen/Beschläge/Schließanlage

Alle Innentüren (außer Alu-Glas-Konstruktionen) erhalten Stahlzargen mit einem Anstrich im RAL-Farbton nach Farbkonzept. Die Türblätter sind beidseitig mit Kunststoff (HPL) beschichtet. Die Brandabschlusstüren als Alu-Glas-Türen einschließlich VSG-Verglasung, Holztüren oder Stahltüren T30 nach DIN 4102, einflügelig mit Rauchschutz nach DIN 18095 und gemäß Brandschutzkonzept. Geschlossene Brandabschlusstüren in Funktionsbereichen als Stahltüren pulverbeschichtet. Drückergarnituren systemgebunden im Fabrikat des Türherstellers in Aluminium bzw. Kunststoff (mit elektrischem Alarm bei Brand, sonst offenstehend).

Als Schließanlage kommt eine wartungsarme mechanische Generalhauptschlüsselanlage mit entsprechenden Einzel- und Hauptschlüsseln
nach Schließplan zur Ausführung.

Schlosserarbeiten

Die Treppengeländer aus Stahl erhalten einen aufgeständerten oder vorgesetzten Handlauf aus Holz oder Edelstahl. Die Treppenhausgeländer werden mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Die Brüstungen von Balkonen, Loggien, Laubengängen etc. erhalten Stabstahlgeländer.

Maler- und Tapezierarbeiten

Es kommen überwiegend helle, leicht getönte Farben für die Wände nach Abstimmung des Farbkonzeptes zum Einsatz. Die Wände und Decken der Bewohnerzimmer, Wohnräume, Appartements und Wohnungen erhalten Raufasertapete. Die Decken erhalten Raufaser und Anstrich oder Spachtelung und Anstrich. Oberhalb von Wandfliesen wird geputzt/gespachtelt und gestrichen. Die Wände der Flurbereiche, Pflegearbeitsräume, Schwesternzimmer, Büro-, Verwaltungs- und Besprechungsräume sowie des Restaurant- und Geburtstagsraums erhalten Glasfasertapete und Anstrich. Die Gestaltung der Treppenhauswände erfolgt in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

Bodenbelagsarbeiten

Außerhalb der gefliesten oder mit Natur- oder Betonwerkstein belegten Bodenflächen sind in folgenden Bereichen die nachfolgenden Bodenqualitäten vorgesehen:

  • Lobby, Restaurant, Geburtstagsraum: Industrieparkett Eiche geölt mit Holzsockelleisten oder gleichwertig bzw. Fliesen- oder Betonwerkstein-/
    Natursteinboden.
  • Bewohnerzimmer, Appartements, Wohnungen: PVC-Belag mit Sockelleisten.
  • Flure, Schwesterndienstzimmer, Personalaufenthalts-, Therapieräume: Teppichboden oder PVC-Belag und Sockelleisten.
  • Büroräume, Snoozelraum: Teppichboden antistatisch, rollstuhlfest und hoch strapazierfähig, Sockelleiste aus dem Material des Teppichs.
Schutzgerät und Feuerlöscher

Gemäß Auflagen der Feuerwehr und Brandschutzgutachten werden Feuerlöscher an geeigneter Stelle und in ausreichender Anzahl in entsprechender Klassifikation und mit entsprechendem Inhalt verkehrs- und diebstahlsicher aufgehängt

Technische Gebäudeausrüstung

Elektroinstallationen

Als Schaltermaterial wird ein Flächenprogramm eines Markenherstellers in der Farbe Reinweiß eingebaut. In den Bewohnerzimmern sowie in den allgemein zugänglichen Bereichen werden 8 Steckdosen und 3 Lichtschalter installiert. Die Ausführung der Allgemeinbeleuchtung in den Fluren und Treppenhäusern erfolgt gemäß DIN VDE 0108. Die Beleuchtung der Außenanlagen wird automatisch über eine Schaltuhr und einen Dämmerungsschalter gesteuert.

Fluchttürsicherung

Die vom Personal nicht einsehbaren Notausgangstüren erhalten, soweit sie ebenfalls für die tägliche Nutzung vorgesehen sind, eine Überwachung durch eine DECT-Anlage. Reine Notausgangstüren werden mit Fluchttürhauben gesichert.

Sicherheitsbeleuchtung

Die Sicherheitsbeleuchtung der Flure, Treppenhäuser und Notausgänge wird nach DIN VDE 0108 ausgeführt. Für die Kennzeichnung der Fluchtwege sind Fluchtweghinweistransparente, Erkennungsweite nach DIN 4844, vorgesehen. Die Sicherheitsbeleuchtung wird mit einzelüberwachten Leuchten ausgestattet. Die Anlage führt den Tagestest selbstständig durch.

Störmeldungen

Von allen Technikzentralen gehen Betriebs- und Störmeldungen auf ein zentrales Tableau an einer ständig besetzten Stelle, i. d. R. dem Schwesterndienstplatz, an denen die Meldungen angezeigt werden. Bei Alarmmeldungen aus der Aufzugskabine wird eine Sprechverbindung zwischen Kabine und einer ständig besetzten Stelle hergestellt.

Fernmeldetechnik

Das gesamte Objekt wird mit einer ISDN-Telefonanlage (nur Personalbereiche und Bewohnerzimmer) ausgestattet. Der Pflegebereich erhält ein DECT-System. Die Büros, Dienstzimmer und der Empfang werden mit Komfortgeräten ausgestattet. Für jeden Mitarbeiter pro Schicht wird ein schnurloses Telefon bereitgestellt (inkl. Nachtschelle, Brandmeldealarm). Alle Büros, die Schwesterndienstzimmer, der Empfang sowie die Bewohnerzimmer, Appartements und Wohnungen erhalten Datenanschlüsse.

Das Objekt erhält eine SAT-Empfangsanlage. Jedes Bewohnerzimmer/Appartement/Wohnung, Bewohneraufenthaltsräume, Schwesternzimmer, der Empfang und das Restaurant erhalten je einen Anschluss.

Türsprechanlage

Der videoüberwachte Haupteingang und die Lieferanteneingänge erhalten Sprechanlagen, die über das Haustelefonnetz auf die entsprechenden Apparate (Dienstzimmer, Empfang und Küche) geschaltet werden. Die Wohnungen erhalten separate Gegensprechanlagen und Klingeltaster auf dem Flur.

Brandmeldeanlage

Das Objekt erhält nach Erfordernis und in Abstimmung mit dem Brandschutzsachverständigen eine Brandmeldeanlage mit Aufschaltung zur zuständigen Leitstelle (Feuerwehr). Bewohnerzimmer, Flure, Lager und Technikräume erhalten automatische Rauchmelder. An Brand-, Rauchabschnitten sowie Notausgängen und den ständig besetzten Stellen werden Handdruckknopfmelder installiert. Weitere Melder werden in Abstimmung mit bzw. auf Forderung der zuständigen Brandschutzbehörde installiert. Ausführung einer flächendeckenden Sprinkleranlage mit Rauchmeldern in sämtlichen Räumen nach Erfordernis. Das Personal wird entsprechend alarmiert.

Schwesternrufanlage

Die Schwesternrufanlage (DIN VDE 0834 Notruf ) ist ausgestattet mit Auslösevorrichtungen am Bett über Wandtaster und teilweise auch über steckbare Birntaster im Sitzbereich der Bewohnerzimmer, im Bad mit Zugtastern und Ruftaste. Auflaufende Rufe werden in den Dienstzimmern und über das DECT-System der Telefonanlage an das Personal weitergegeben und zentral dokumentiert.

Heizungsinstallation

Die Wärmeversorgung erfolgt über den Anschluss an das bauseits vorhandene Nahwärmenetz (Blockheizkraftwerk). In den Wohnungen und Appartements werden Absperrungen und Passstücke für Wärmemengenzähler und Wasserzähler vorgesehen, an welche dann vom Betreiber die entsprechenden Wärmemengenzähler angeschlossen werden können.

Sanitärinstallation

Badaustattung in den Wohnungen und Appartements: Waschtische 60 cm oder gleichwertig, Armaturen als Einhebelmischer, Spiegel 80 × 50 cm in die Fliesen eingelassen. WC-Anlagen als wandhängende Tiefspül-WCs in Weiß, WC-Sitz mit Deckel und verchromten Scharnieren, Fabrikat Keramag, Renova Nr. 1 oder gleichwertig. Barrierefreie Dusche mit Bodenablauf, Thermostatarmatur in verchromter Ausführung. Duschstange, Handbrause und Duschschlauch verchromt.

Sprinkleranlage

Das Gebäude erhält eine flächendeckende Sprinkleranlage. Die Auslegung der Anlage erfolgt gem. den Vorgaben des Brandschutzkonzeptes. Die Sprinklerzentrale wird im Gebäude integriert.

Lüftungstechnik

Die innen liegenden Bäder, WC-Anlagen, Nebenräume, Dusch- und Umkleidebereiche werden mit Einzelraumentlüftern ausgerüstet. Die Lüfter haben ein Nachlaufrelais und werden über den Lichtschalter angesteuert.

Aufzugs- und fördertechnische Anlagen

Im Gebäude werden insgesamt vier Aufzüge mit Notruf als Personen-, Betten- oder Lastenaufzug installiert.

Außenanlagen

Die Gestaltung der Außenanlagen erfolgt gemäß Übersichtsplan. Behindertengerechte Geh- und Fahrwege werden als befestigte Flächen hergestellt. Nicht befestigte Grundstücksflächen erhalten eine Raseneinsaat sowie punktuelle Bepflanzungen mit Ziersträuchern, Laub- und Nadelgehölzen. Fahrradständer, Sitzbänke etc. sind Einrichtungsgegenstände. An Parkplätzen, Zuwegungen, Terrasse etc. werden Pollerleuchten bzw. in wandnahen Bereichen Wandleuchten installiert.